Valhalla, Walhalla, Wahall – oder auch: den Göttern so nah wie nie zuvor

Wer sich schonmal ein kleines bisschen mit dem Thema Wikinger beschäftigt hat, dem ist auf jeden Fall auch schonmal das Wort „Valhalla“ über den Weg gelaufen. Aber was ist das eigentlich und warum sprechen so viele Wikinger von diesem Ort?

Was ist Valhalla?

Valhalla ist der Ort, an dem die gefallenen Wikinger ihre letzte Ruhe finden. Es ist eine Halle, die Odin für die tapfersten und ehrenvollsten Krieger errichten lassen hat und in der er gemeinsam mit ihnen an einem Tisch sitzt. Valhalla wird auch häufig als das Kriegerparadies bezeichnet und als genau eben jenes haben sich die Wikinger es auch vorgestellt.Wie sieht Valhalla aus?

Es ist eine große Halle erbaut in Asgard. Der Überlieferung nach besteht ihr Dach aus Speeren und Schilden und hat mehr als 600 Tore. Sie wird als äußert prachtvoll beschrieben. Am westlichen Tor von Valhalla sah man über dem Tor angebracht einen Wolf und darüber einen Adler – dies sind die Tiere Odins.

Wie gestaltet sich das Leben nach dem Tod in Valhalla?

Es wird berichtet, dass ein jeder Tag mit festlichen Gelagen und Kampfspielen geprägt waren. Tagsüber wurde zumeist gekämpft und trainiert, während des Abends dann ein ausgelassenes Gelage gefeiert wurde – hierbei fehlte es natürlich auch nicht an Met und Bier.
Doch warum überhaupt noch kämpfen nach dem Tod? Die gefallenen Krieger bereiteten sich auf die Götterdämmerung vor und mussten somit allzeit bereit für einen Kampf sein. Aus diesem Grund hatte Valhalla auch so viele Tore. Dies würde den Kriegern ermöglichen so schnell wie möglich aufs Schlachtfeld zu stürmen.

Was ist die Götterdämmerung?

Die Götterdämmerung – oder auch Ragnarök – ist laut den mythologischen Überlieferungen der Untergang der Welt, der in einer großen Schlacht endet. Bei dieser Schlacht wird Odin – gemeinsam mit seinen Kriegern aus Valhalla – gegen seine Widersacher kämpfen.

Wie kommt man nach Valhalla?

Nur wahre Krieger haben nach ihrem Tod die Ehre und dürfen nach Valhalla. Viele Überlieferungen besagen, dass nur denjenigen der Einzug nach Valhalla gewährt wird, die im Kampf gefallen sind. Einige behaupten sogar, dass hierfür notwendig ist, dass der Wikinger bei seinem Tod seine Waffe in den Händen hält. Tut er dies nicht, so darf er nicht nach Valhalla.

Alles in allem finde ich den Glauben rund um Valhalla unglaublich spannend und faszinierend. Für einen Wikinger gab es kein höheres Ziel, als sich im Leben seinen Platz nach dem Tod an der reich gedeckten Tafel in Valhalla zu sichern.

Aber wusstest ihr, dass auch ihr Valhalla besuchen könnt?

In Donaustauf – in der Nähe von Regensburg- gibt es eine Gedenkstätte, die vom bayrischen König Ludwig I. erbaut worden lassen ist und die nicht nur nach Valhalla benannt ist, sondern auch der Vorstellung dieser Halle nachempfunden ist. In ihr befinden sich zahlreiche Büsten und Tafeln, die an die Taten und Handlungen vieler bedeutender Menschen erinnern sollen.

~ Svenja

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