[Beitrag ~ Liza] zu „Elayne: Rabenschwur“ Kelten- & Christentum

Hallo zusammen!

Im Rahmen der Release-Party zu dem dritten Band „Elayne: Rabenschwur“, möchte ich euch gerne ein wenig über Kelten- und Christentum berichten.

Als Kelten bezeichnet man seit der Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa. Archäologische Funde zeugen von einer ausgeprägten Kultur und hochentwickelten sozialen Struktur dieser Volksstämme. Und da sind wir auch schon beim Punkt!

Der größte Unterschied zwischen Kelten und Christen ist erst mal der, dass die Christen eine Glaubensgemeinschaft sind, die Kelten aber eine Völkergruppe, die kulturelle Elemente teilen. Sie bestanden aus vielen verschiedenen, weit verteilten Stämmen. In Frankreich lebten Stämme, die von Caesar als Gallier zusammengefasst wurden. Ein par weitere Beispiele: In Süddeutschland und der heutigen Schweiz lebten die Helvetier, Sequanen und Rauriker und in der heutigen Türkei die Galater.

Noch heute gibt es Menschen, die keltische Sprachen beherrschen: Sie leben in einem Zipfel ganz im Westen von Frankreich, der Bretagne, und außerdem am Rande von Großbritannien und Irland. An die keltische Kultur erinnert die Sage von König Artus, und auch die Comic-Figuren Asterix und Obelix sind Kelten.

Das was ich am meisten bei meiner Recherche gefunden habe: Die Kelten sollen blutrünstig gewesen sein und es klingt oft sehr böse. Doch es gab auch andere Dinge, die ich umso interessanter fand!

Ein Punkt davon ist die Stellung der Frauen!

In den Familien herrschte, wie in der Antike üblich, das Prinzip des Patriarchats.

Dennoch gibt es einige Hinweise darauf, dass die Frau in der keltischen Gesellschaft eine besondere Stellung innehatte. So belegen historische Texte und archäologische Funde, dass es weibliche Fürsten gab.

Passend dazu, habe ich die Autorin Jessica Bernett gefragt:
Hast du während des Schreibens bewusst Elemente des Kelten-/Christentums eingebaut oder Rücksicht darauf genommen?

Hier ist ihre Antwort!

Habe ich :-)! Ich habe u. a. versucht, die Gemeinsamkeiten zu finden. Zum Beispiel die Wintersonnenwende im 1. Band: Die alten Kelten feierten die Wiedergeburt des Lichts und auch im Christentum heißt es, dass mit der Geburt Jesu das Licht in die Welt kam. Deswegen war es für Elaynes Großvater völlig in Ordnung, dass sie mit zum Steinkreis gegangen ist.

Ein anderer Punkt sind die Druiden:

Die meisten Überlieferungen sind zwar wenig schmeichelhaft für die Kelten, einige antike Werke liefern aber dennoch wichtige Erkenntnisse über Bevölkerungsstrukturen und Bräuche.

Julius Caesar etwa schrieb in seinem Werk „De bello gallico“ über die Eroberung Galliens um 50 vor Christus, dass Druiden und adlige Krieger an der Spitze der gallischen Gesellschaft standen. Den Druiden widmete der römische Feldherr eine ausführliche Beschreibung.

So ist von ihm zu erfahren, dass die Druiden nicht nur für die religiösen Riten zuständig waren, sondern auch die Aufgaben von Lehrern und Richtern wahrnahmen. Ihr hohes Ansehen drückte sich laut Caesar unter anderem dadurch aus, dass sie weder in den Krieg ziehen noch Steuern zahlen mussten.

Zum Leidwesen der Historiker gaben die Druiden ihr Wissen aber nicht schriftlich, sondern nur mündlich weiter. Die Schrift wurde bei den Kelten nur für praktische Zwecke verwendet, nicht für Religion oder Literatur.

Ich muss sagen, dies ist ein Thema mit dem ich mich vielleicht irgendwann nochmal sehr viel ausführlicher beschäftigen mag! Es ist wahnsinnig vielseitig und auch unglaublich interessant. Ich habe unten die Quellen verlinkt, von Artikeln in denen ich gelesen oder aus denen ich zitiert habe. Wer Zeit hat, kann sich die ja mal durchlesen!

~ Liza

Rezension Band 1 Elayne: Rabenkind
Rezension Band 2 Elayne: Rabenherz
Rezension Gawain: Lichtfalke
Rezension Band 3 Elayne: Rabenschwur

„Gawain: Lichtfalke“ spielt zeitlich zwischen dem zweiten und dritten Band der Reihe „Elayne“ von Jessica Bernett.


Quellen:
Klexikon.de
Planet Wissen
ZDF
Wikipedia

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