[Fanny hört…] „Die Welle“ von Morton Rhue, gelesen von David Nathan

Klappentext
Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment: Er möchte seinen Schülern beweisen, dass wir alle immer und überall anfällig sind für faschistoides Handeln und Denken. Doch die „Bewegung“, die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät außer Kontrolle. Morton Rhues packender Roman beruht auf dem realen Experiment, das der Lehrer Ron Jones 1967 im kalifornischen Palo Alto mit einer Highschoolklasse durchführte.

Zu dem Hörbuch auf Audible/Amazon

Die Welle: Nach der wahren Geschichte von Ron Jones – Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging

Meine Meinung

Natürlich kannte ich „Die Welle“. Wir haben es irgendwann in der Schule behandelt und auch der Film befindet sich in meiner kleinen DVD-Sammlung.
Und dennoch habe ich das Hörbuch sofort hören müssen, als es mir bei Bookbeat als Neuheit angezeigt wurde. Zum einen, weil es von einem meiner Lieblingssprecher umgesetzt wurde. Aber auch, weil ich die Geschichte schon immer sehr interessant fand und meine Erinnerung an das Buch auffrischen wollte.
Und wenn es auch mit 3,5 h Hörzeit ein eher kurzes Erlebnis war, war es unbeschreiblich gut.

Das Ganze basiert auf einer wahren Begebenheit. Zum Inhalt kann ich nicht mehr sagen, als es schon der Klappentext tut, um nicht zu spoilern.

Also berichte ich lieber von meiner Reaktion auf das Buch:

Immer wieder stand ich kopfschüttelnd da, hatte Gänsehaut oder unterbrach nachdenklich das Wäsche zusammenlegen. Zwischendurch steckte auch mal mein Mann den Kopf ins Zimmer, hörte nur zwei Sätze und schon befanden wir uns mitten in einer Diskussion, wie wir uns in einer solchen Situation verhalten würden.
David Nathan führt dabei sehr authentisch durch die Story, ohne zu überspitzen, was hier auch nicht gepasst hätte.

Das Ende hat mich dann doch etwas überrascht und ein klein wenig enttäuscht. Denn als ich mit dem großen Knall rechnete, war es auch schon vorbei. Buch und Film sind eben doch verschiedene Dinge … Das Buch hat mich nicht unterhalten, wie ich es sonst von Hörbüchern gewohnt bin. Es hat mich mit sich gerissen und sehr nachdenklich zurückgelassen. Ich kann es sehr empfehlen, auch wenn man die Geschichte schon kennt. Jetzt reizt es mich natürlich, mehr Geschichten in diese Richtung zu hören. Habt ihr da Tipps für mich?

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