Tauschhandel in der Literatur oder auch „Alles hat seinen Preis“

Jahrgang, Maßstab, Gleichgewicht, Waagschale, MessungHeute möchte ich euch ein wenig was über Handel und Tausch in Geschichten erzählen, denn auch in „Tavith – Wenn Himmel und Hölle sich lieben“ von Philina Hain kommt das ein oder andere Tauschgeschäft vor, ganz frei nach dem Motto: „Alles im Leben hat einen Preis!“

So verlangt Majandra von Amaleya in „Tavith“ zum Beispiel als Tausch für ihre Freiheit die Freundschaft zu ihr. Ein schöner Tausch würde ich sagen, doch das ist nicht in allen Geschichten so.

Gucken wir uns zunächst eine der bekanntesten Geschichten an, die wohl fast jeder in der Schule schon einmal lesen musste: „Faust. Der Tragödie erster Teil.“ von Johann Wolfgang von Goethe. Hier tauscht Faust sogar seine Seele ein, wenn Mephisto im Gegenzug ihn von seiner Langeweile und Unzufriedenheit befreit. Ein wahrlich hoher Preis.

Ein weiteres Buch an dem wahrscheinlich kaum jemand vorbei kommt, ist „Harry Potter“ von J.K. Rowling. Auch hier finden sich zahlreiche Tauschgeschäfte. In Band 7 verlangt der Kobold Griphook als Gegenleistung das Schwert von Godric Gryffindor dafür, dass er Harry, Hermine und Ron bei einem Einbruch in das Hochsicherheitsverlies von Bellatrix Lestrange hilft.
Ein weiteres Beispiel ist, dass Voldemort in der Zeit, in der er nur eine provisorische Gestalt hat, nur mit einem Elixir aus Einhornblut und Naginis Gift bei Kräften gehalten werden kann. Im Gegenzug verspricht Voldemort seiner Schlange, ihr fortwährend Menschen zum Fressen anzubieten.

Auch in dem bekannten Werk „Das Bildnis des Dorian Gray“ finden wir das faustische Motiv des Tausches der eigenen Seele wieder. Hier gibt Dorian Gray seine Seele dafür, dass statt ihm ein Bildnis von ihm altern soll und er ewige Jugend erhält. Doch dies hat seinen eigenen Identitätsverlust zur Folge.

Bewegen wir uns nochmal in Richtung neuere Literatur zu „Eragon“. Auch hier findet ein Tausch statt, doch diesmal erfahren wir nicht, was Eragon dem Menoabaum im Gegenzug für den Sternenstahl gehen muss. Lediglich ein Ziehen im Bauch wird erwähnt. Der Rest bleibt Interpretation.

In „Tintenherz“ verrät Staubfinger Meggie und Mo, weil ihm als Gegenleistung versprochen wird, dass er wieder zurück in sein Buch gelesen wird.

Ohhh ich könnte wahrscheinlich noch tagelang so weiter machen und mir würden immer mehr Geschichten einfallen in denen eine Gegenleistung verlangt wird, denn alles im Leben hat eben seinen Preis und so auch in den Geschichten.

Aber nun seid ihr gefragt: „Welche Bücher kennt ihr, in denen ein Tauschhandel vorkommt und welcher ist das?“

~Svenja

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