[Rezension ~ Svenja] „Einmal Atlantik mit Alles“ von Jens Brambusch

Klappentext

„Langfahrtsegeln heißt, sein Boot an den schönsten Plätzen auf der Welt zu reparieren!“ Diese aufmunternden Worte erreichten uns, da lagen wir noch im Mittelmeer, irgendwo auf den Balearen, und hatten eine kleine Pechsträhne. Heute, viele tausend Meilen später, können wir sagen, unser Freund hatte nur bedingt Recht. Wir haben das Boot auch an hässlichen Orten reparieren müssen.

Natürlich leben wir einen Traum. Mit einem Segelboot die Welt zu erkunden, gilt für viele Menschen als der Inbegriff von Freiheit, Abenteuer und Entschleunigung. Als ein niemals enden wollender Urlaub.

Blauwassersegeln nennen Segler das Reisen hinweg über das weite Blau der Ozeane zu den schönsten und sehnsuchtsvollsten Orten der Welt. Die Route, die wir eingeschlagen haben, ist die legendäre Barfußroute. Schon die alten Seefahrer kannten und fanden sie. „Immer gen Süden, bis die Butter schmilzt. Dann den Kurs auf Westen legen“, lautet eine alte Weisheit für die Transatlantikpassage. Denn da weht der Passat.

Blauwassersegeln und Barfußroute – zwei Begriffe, die auch unseren Wortschatz erobert hatten und unsere Sehnsucht weckten. Bis uns die Realität einholte.

Verlag: Selfpublishing | Genre: Reisen | Seiten: 331
Preis:
E-Book: € 9,99 / Paperback: € 18,90 | Erschienen: 22.11.2023

Meine Meinung

Was für ein Buch! Eigentlich möchte ich es noch gar nicht aus der Hand legen – zu sehr hallen die Erlebnisse, Emotionen und Bilder noch in mir nach. Zum Glück muss ich es ja auch nur halb loslassen, denn Band zwei liegt schon bereit und wartet darauf, mich wieder mit auf diese unglaubliche Reise zu nehmen.

Beim Lesen hatte ich das Gefühl, direkt an Bord zu sein – den salzigen Wind im Gesicht zu spüren, mitzufiebern, wenn die Wasserpumpe wieder einmal streikt, und den Moment zu genießen, wenn man irgendwo mitten in der Karibik einen Döner in der Hand hält. All das wirkte so lebendig, so echt, dass man fast vergisst, dass man „nur“ liest.

Diese Geschichte hat sich tief in mein Herz gebrannt – wie eine kleine Erinnerung daran, dass Mut, Träume und ein bisschen Verrücktheit Großes möglich machen. Danke, Jens und Arzum, dass ihr uns mitgenommen habt, dass wir mit euch lachen, staunen und manchmal auch ein bisschen bangen durften. Eure Reise fühlt sich an, als wäre sie jetzt auch ein Stück weit meine geworden.